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Garantiepass

Achtung:
Es handelt sich hier um einen Auszug aus den Garantiebedingungen. Die kompletten Garantiebedingungen entnehmen Sie bitte direkt aus dem Garantiepass.

I. Garantieinhalt

1. GARANTIEINFORMATION

1.1.1. Ihr Händler bestätigt sein Qualitätsversprechen mit einer „MPR-Händlergarantie“. Die Schadensabwicklung erfolgt durch die Firma MPR, Senden. Die Garantiezeit für das umseitig näher bezeichnete Kraftfahrzeug beginnt mit Annahme des vom Garantienehmer oder vom Händler als Boten des Garantienehmers innerhalb von 12 Werktagen übermittelten Antrags (Seite 1 des Garantiepasses) durch die Firma MPR-Garantie. Vorbehaltlich Ziffer 1.1.4. gilt der Garantievertrag vom Tag der Übergabe des Kraftfahrzeugs als geschlossen, wenn nicht innerhalb von 20 Werktagen seit Eingang bei der Firma MPR-Garantie die Ablehnung des Antrags an den Garantienehmer abgesendet wurde und diese dem Garantienehmer zugegangen ist. Der Garantienehmer verzichtet auf die Annahmeerklärung, § 151 S. 1 2 Alt. BGB

1.1.2 Übermittelt der Händler oder der Garantienehmer den Garantieantrag nicht, kommt kein Garantievertrag zustande. Übermittelt der Händler oder der Garantienehmer den Garantieantrag nicht rechtzeitig, nimmt die Firma MPR-Garantie den Garantieantrag innerhalb von 8 Werktagen nach Zugang des Garantieantrags schriftlich gegenüber dem Käufer an. Andernfalls gilt der Garantieantrag als abgelehnt.

1.1.3. Der Garantienehmer hat Anspruch auf Rückzahlung, soweit er den Garantiepreis bereits bezahlt hat, jedoch kein Garantievertrag zustande kommt. Der Anspruch auf Rückzahlung des Garantiepreises verjährt in 6 Monaten seit ausdrücklicher Ablehnung oder Eintritt der Ablehnungsfiktion.

1.1.4. Bevor das Fahrzeug zugelassen ist, besteht kein Garantieschutz. Bevor der Garantiepreis nicht bezahlt ist, besteht ebenfalls kein Garantieschutz. Von Käufern, die der gewerblichen Personenbeförderung oder gewerbsmäßigen Vermietung von Kraftfahrzeugen nachgehen oder Käufern, die zur Vertretung von diesen Personen gesetzlich oder rechtsgeschäftlich befugt sind, wird grundsätzlich kein Garantieantrag angenommen. Die Annahme des Garantiepreises in Unkenntnis dieser Eigenschaften des Käufers gilt nicht als Annahme des Garantievertrags.

1.2. Die Garantiezeit endet zunächst nach dem ersten lt. Hersteller für die Inspektion vorgeschriebenen Zeit- bzw. Kilometerintervall.

1.3.1. Der Garantienehmer hat die an seinem Fahrzeug vom Hersteller vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Wartungs- und Pflegearbeiten lt. den vom Hersteller vorgeschriebenen Inspektionsintervallen beim ausliefernden Händler durchführen zu lassen. Wird innerhalb von 4 Wochen nach Garantiezeitende die vorgeschriebene Garantiebehandlung durchgeführt und die Garantiebehandlung gemäß Ziffer 1.3.3. ordnungsgemäß angezeigt, verlängert sich die Garantiezeit jeweils bis zur nächsten lt. Hersteller vorgeschriebenen Inspektion bis zur vereinbarten maximalen Garantiezeit. Für Schadensfälle, die nicht innerhalb von 3 Werktagen nach Garantiezeitende unter Angabe der Garantiepassnummer gemeldet werden und bei denen nicht innerhalb von 6 Werktagen die zur Prüfung des Schadensfalles erforderlichen Unterlagen gemäß III. Ziffer 1.2. eingereicht sind, wird unwiderleglich vermutet, dass der Schadensfall erst nach der Garantiezeit eingetreten ist.

1.3.2. Die Garantiezeit verlängert sich nicht, wenn der Garantienehmer seit Garantiezeitende und vor Durchführung der Garantiebehandlung mit dem Fahrzeug mehr als 1.000 km zurückgelegt hat, oder seit Garantieende mehr als 4 Wochen vergangen sind. Das Fehlen der Ursächlichkeit (die Beweislast) für den eingetretenen Schaden liegt beim Garantienehmer.

1.3.3. Die Garantieverlängerung tritt nur ein, wenn die abgeschlossene ordnungsgemäße Garantiebehandlung und Ihre Rechtzeitigkeit vom ausliefernden Händler unter Angabe von

bestätigt werden (z.B. durch vollständig ausgefüllte Pflegenachweise gemäß Vordruck Seite 17 ff) und der Pflegenachweis mit Rechnungsbeleg innerhalb von 7 Werktagen nach Abschluss der Garantiebehandlung bei der Firma MPR-Garantie eingegangen ist. Der Rechnungsbeleg hat die komplette Garantiebehandlung zu enthalten (handgeschriebene Quittungen werden nicht anerkannt).

 

1.3.4. Die Garantiezeit verlängert sich nicht, wenn der Garantienehmer Eingriffe am Kilometerzähler, Defekte oder den Austausch desselben nicht unverzüglich unter Angabe des Kilometerstandes bei der Firma MPR-Garantie anzeigt.

2A. GARANTIEAUSSCHLÜSSE „MPR-Händlergarantie“

Garantiert wird die Funktionsfähigkeit aller mechanischen und elektrischen Teile mit nachstehenden allumfassenden Ausschlüssen:

2.1.

 

3. GARANTIEFALL

3.1. Ein Garantiefall mit Folge der Reparaturkostenübernahme gemäß Ziffer 4 liegt vor, wenn eines der laut Garantieumfang garantierten Teile unmittelbar während der Garantiezeit (Ziffer 1) seine Funktionen verliert und eine Reparatur erforderlich wird, soweit sich nicht aus Ziffern 3.2. bis 3.3. etwas anderes ergibt.

3.2. Kein Garantiefall liegt wegen fehlender Unmittelbarkeit insbesondere vor, wenn sich der Funktionsverlust

  1. auf einen Unfall, oder
  2. auf Undichtigkeiten, oder
  3. auf höhere Gewalt, insbesondere auf Elementargefahren wie Hagel, Sturm, Feuer, usw. zurückführen läßt, oder
  4. darauf zurückführen läßt, dass der Garantienehmer oder eine andere Person die garantiegeschützten Teile nicht mit der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt behandelt hat, oder
  5. darauf zurückführen läßt, dass ein nicht garantiegeschütztes Teil seine Funktion verliert und dadurch der Funktionsverlust des garantiegeschützten Teiles hervorgerufen wird.
  6. auf Fahren mit zuwenig Öl, bzw. Überhitzung zurückführen läßt
  7. am Motor auf den Riss des Zahnriemens zurückführen läßt.
  8. auf einen Material- oder Herstellungsfehler zurückführen läßt.

 

3.3. Die im Verkehr erforderliche Sorgfalt wird insbesondere dann nicht beachtet, wenn der Garantienehmer oder eine andere Person

  1. das Kraftfahrzeug mit ungeeigneten Betriebsstoffen oder anderen Materialien versieht.
  2. mittels Gewalt oder anderer unsachgemäßer Behandlung auf die garantiegeschützten Teile einwirkt.
  3. Änderungen der ursprünglichen Konstruktion des Kraftfahrzeugs (z. B. Tuning, Gasumbau, usw.), oder Einbauten von Fremd- oder Zubehörteilen, die nicht durch den Hersteller zugelassen sind, oder sonstige leistungssteigernde Änderungen, die geeignet sind, sind, die garantiegeschützten Teile über das normale Maß hinaus zu beanspruchen, vornimmt.
  4. Das Kraftfahrzeug für Veranstaltungen mit Renncharakter benutzt.
  5. Das Kraftfahrzeug höheren als den Hersteller festgesetzten Achs- und Anhängelasten aussetzt.

 

4. LEISTUNG IM GARANTIEFALL

4a. „MPR-Händlergarantie“

4.1a Während der Garantiezeit, die sich nach Ziffer 1 bemisst, werden im Garantiefall durch den Fahrzeughändler die Kosten einer innerhalb Deutschland durchgeführten Reparatur bezüglich einer laut Garantieumfang abgedeckten Reparatur übernommen. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich bei dem betreffenden Schadensfall nicht um einen Verschleißschaden handelt.

Ohne die Durchführung einer Reparatur erfolgt keine Kostenerstattung. Ist das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Schadensmeldung nicht zugelassen erfolgt keine Kostenerstattung. Für Reparaturen im nicht europäischen Ausland erfolgt keine Kostenerstattung. Wird der Garantiefall ganz oder teilweise durch Neuwagengarantie oder Werkskulanz reguliert, entfällt die Leistungspflicht ganz oder teilweise.

4.2a Ein Garantiefall ist abgeschlossen mit Kostenerstattung. Der Erfolg einer Reparatur ist nicht garantiert.

4.3a Der Garantienehmer hat lediglich einen Anspruch auf Reparatur des beschädigten garantiegeschützten Teiles. Er hat keinen Anspruch auf ein Neuteil. Der Ersatz des garantiegeschützen Teiles durch ein gebrauchtes Teil oder Aggregat erfolgt nur mit Zustimmung der Firma MPR-Garantie.

Unter die Garantie fallende Materialkosten werden nach der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers und ausgehend von der Betriebsleistung der beschädigten Bauteile (Bedingung: "MPR-Händlergarantie") zum Zeitpunkt der Reparatur wie folgt erstattet:

Gesamt-Fahrtleistung bei Schadeneintritt bis km:

Der ermittelte Erstattungsbetrag wird bei jedem einzelnen Schadensfall um einen Selbstbehalt des Garantienehmers in Höhe von 150,00 Euro einschließlich MwSt. gekürzt. Der kostenmäßige Umfang des Garantieanspruchs ist begrenzt auf den Zeitwert des Fahrzeuges im Zeitpunkt des Schadenseintritts.
Darüber hinaus ist die Gesamtleistung aus dieser Garantie auf insgesamt 5.000,- Euro incl. MwSt. begrenzt. Die Lohn- und Materialkosten sind maximal bis zu den vom Hersteller vorgegebenen Richtwerten erstattungsfähig.

 

II. Abwicklung eines Garantiefalles

1. VOR REPARATURBEGINN

1.1. Der Garantienehmer hat vorbehaltlich Ziffer 1.3. vor Reparaturbeginn der Firma MPR-Garantie an deren Geschäftssitz einen garantiepflichtigen offensichtlichen Schaden unverzüglich nach Schadenseintritt telefonisch, schriftlich oder per Telefax unter Angabe der Garantiepassnummer spätestens innerhalb von 3 Werktagen zu melden und die Reparaturfreigabe abzuwarten. Der Garantieanspruch erlischt, wenn der Garantienehmer das Kraftfahrzeug reparieren läßt, ohne den Schaden gemeldet zu haben.

1.2. Vor, nach oder zusammen mit der Schadensmeldung spätestens jedoch innerhalb von 6 Werktagen, aber vor Reparaturbeginn, sind vorbehaltlich Ziffer 1.3. vom Garantienehmer folgende Unterlagen zur Prüfung des Schadensfalles bei der Firma MPR-Garantie einzureichen:

Der Firma MPR-Garantie steht das Recht zu, insbesondere mittels eines Sachverständigen einen Schadensfall bzw. dessen Ursache untersuchen zu lassen. Der Garantienehmer hat der Firma MPR-Garantie oder einem Beauftragten zu jeder zumutbaren Zeit die Untersuchung der Beschädigten Teile zu gestatten und über die für die Feststellung des Schadens erforderlichen Tatsachen, die er kennt, Auskunft zu erteilen.

 

1.3. Verstößt der Garantienehmer gegen die unter Ziffer 1.1. und 1.2. genannten Anschlussfristen oder reicht er die gemäß Ziffern 1.1. und 1.2. erforderlichen Unterlagen nicht vollständig ein erlischt der Garantieanspruch, wenn der Garantienehmer das Versäumnis zu vertreten hat oder die versäumte Melde- oder Einreichungsfrist nicht unverzüglich nach Wegfall eines Hindernisses nachholt.

1.4. Läßt der Garantienehmer das Kraftfahrzeug ohne schriftliche Reparaturfreigabe der Firma MPR-Garantie reparieren, erlischt der Garantieanspruch.

1.5. Nach ordnungsgemäßer Schadensmeldung gemäß Ziffer 1.1 und Einreichung der Unterlagen zur Prüfung gemäß Ziffer 1.2. erteilt die Firma MPR-Garantie bezüglich der Reparaturfreigabe unverzüglich, spätestens innerhalb von 3 Werktagen Bescheid durch Telefax oder Briefformular.

Im Fall einer Kostenübernahme erteilt die Firma MPR-Garantie aufgrund des eingereichten Kostenvoranschlags eine schriftlicheReparaturfreigabe mit Auftragsnummer. Die Reparaturfreigabe erfolgt ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht. Erlangt die Firma MPRGarantie nach erfolgter Reparaturfreigabe von Umständen Kenntnis, die der Leistungspflicht des Händlers entgegenstehen, kann sie trotz erfolgter Reparaturfreigabe die Abwicklung der Reparaturkostenerstattung im Namen des Händlers verweigern.

2. REPARATUR

2.1. Der Garantienehmer läßt die Reparatur nach erfolgter Freigabe beim ausliefernden Händler dem Kostenvoranschlag gemäß durchführen.

2.2. Der Garantienehmer verpflichtet sich die Kosten der Reparatur so gering wie möglich zu halten. Hierfür hat er berechtigte Weisungen der Firma MPR-Garantie zu befolgen.

3. NACH DER REPARATUR

3.1. Der Garantienehmer reicht innerhalb eines Monats nach Beendigung der Reparatur die Originalreparaturrechnung ein.

3.1.1. Aus dieser Reparaturrechnung müssen die aufgeführten Arbeiten und die Ersatzteilpreise und die Lohnkosten mit Arbeitszeitrichtwerten im einzelnen ersichtlich sein.

3.1.2. Auf dieser Reparaturrechnung müssen die von der Firma MPR-Garantie erteilte Auftragsnummer und die Garantiepassnummer und der aktuelle Kilometerstand vom ausliefernden Händler aufgeführt und bestätigt werden.

 

Nach ordnungsgemäßer Einreichung der Reparaturrechnung erfolgt die Kostenerstattung durch die Firma MPR-Garantie (innerhalb von 8 Werktagen).

Solange die unter Ziffer 3.1.1 und 3.1.2. erforderlichen Angaben auf der Reparaturrechnung fehlen, besteht keine Kostenerstattungspflicht, wenn nicht die Reparaturwerkstatt trotz Verlangen des Garantienehmers die Aufschlüsselung gemäß Ziffer 3.1.1. oder die Bestätigung gemäß Ziffer 3.1.2. nicht vornimmt oder der Garantienehmer in sonstiger Weise die Einreichungspflicht gemäß Ziffern 3.1.1. und 3.1.2. nicht zu vertreten hat.
Wird eine der unter Punkt III. Ziffer 1 – 3 genannten Pflichten verletzt, erlischt der Erstattungsanspruch.

III. Veräußerung

Veräußert (Eigentumsübertragung) der Garantienehmer während der Garantiezeit das Kraftfahrzeug für dessen Baugruppe gemäß Ziffer I. Ziffer 2 ein Garantievertrag besteht erlöschen die gegenseitigen Rechte und Pflichten des Garantievertrages.

IV. Verjährung

Der Anspruch auf Reparaturkostenerstattung verjährt in 12 Monaten nach Kenntnis des Garantienehmers vom Funktionsverlust eines garantiegeschützten Teiles.

V. Gültigkeit Bedingungstext

Gesetzgebung und Marktentwicklung bedingen einer ständigen Anpassung des Bedingungswerkes. Es gilt jeweils die neueste Textfassung, wenn die Weiterreichung dieses Garantiepasses an den Käufer / Garantienehmer mehr als 2 Jahre nach Drucklegung erfolgt
Drucklegungsdatum: 12/2009

VI. Gerichtsstand

Für Rechtsstreitigkeiten über die Kostenerstattung ist das Gericht zuständig in dessen Gerichtsbezirk die Firma MPR-Garantie ihre Niederlassung hat.

VII. Gewährleistungsansprüche

Gesetzliche Gewährleistungsansprüche des Kunden gegen den ausliefernden Händler werden von der Garantie nicht berührt.

VIII. Schriftformklausel

Änderungen des Garantievertrages bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Schriftform.

IX. Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit des Vertrages im übrigen nicht. Die Parteien verpflichten sich vielmehr, in einem derartigen Fall eine wirksame Bestimmung an die Stelle der unwirksamen zu setzen, die dem Geist und dem Zweck der zu ersetzenden Bestimmung so weit wie möglich entspricht.